Was ist eine Virtual Reality Brille?

Virtual-Reality-Brillen, auch VR-Brillen genannt werden von Tag zu Tag beliebter und immer mehr Hersteller betreten den Markt. Doch was genau ist eine VR-Brille, wie funktioniert sie und welche Produkte oder Lösungen gibt es aktuell auf dem Markt?

Was ist eine VR Brille?

Zuallererst soll sich der Frage gewidmet werden, was eine Virtual-Reality-Brille ist. Sie gehört neben vielen anderen technischen Entwicklungen zu den sogenannten Head-Mounted-Display- oder kurz HMD-Geräten. Frei übersetzt sind dies lediglich „am Kopf befestigte Anzeigegeräte“, die grundsätzlich zwei verschiedene Ziele verfolgen. Zum einen versucht man mithilfe der VR-Brillen eine virtuelle Realität besonders gut darzustellen und es dem Anwender zu ermöglichen, voll und ganz in diese einzutauchen.

Das höchste Ziel der Forscher und Entwickler stellt hierbei eine Technologie dar, durch welche man zwischen Realität und virtueller Realität nicht mehr unterscheiden kann. Das andere Ziel der VR-Brillen besteht in der Schaffung einer möglichst komfortablenund anwenderfreundlichen erweiterten Realität. In der erweiterten Realität oder in Englisch „Augmented Reality“, kurz AR, wird die Realität wie wir sie kennen, durch nützliche Daten und Informationen angereichertund damit ein Mehrwert geschaffen.
Technisch gesehen gelingt das der VR-Brille, indem sie durch ihre geschlossene Form die gesamte Umgebung ausblendet. Dadurch füllen die virtuellen Bilder das gesamte Blickfeld aus. Verschiedene Messgeräte erkennen sowohl Blickrichtung, Kopfbewegung als auch Position und stellen anhand dessen die interaktiven Bilder dar.

Virtual-Reality-Brillen mit einer AR-Funktion verfügen zusätzlich über eine Kamera, die während des Tragens die Realität in Blickrichtung aufzeichnet, sodass diese um Daten erweitert und in der Brille dargestellt werden kann. Streng genommen ist diese ebenfalls eine virtuelle Realität, die jedoch unserer Realität extrem ähnlich ist.

Wie funktioniert eine VR-Brille?

VR-Brillen stellen die Bilder entweder auf einem besonders augennahen Bildschirm dar oder projizieren sie direkt auf die Netzhaut. Besonders wichtige Teile der VR-Brille sind die Sensoren, die die Bewegung des Nutzers erfassen, damit die Anzeige der dargestellten Grafik neu berechnet werden kann und dem Nutzer angezeigt wird. Erst dadurch wird es möglich, dass die virtuelle Realität nicht nur angezeigt, sondern sich in dieser auch frei bewegt werden kann.

Zusätzlich können weitere Eingabegeräte wie Datenhandschuhe oder eine 3D-Maus angeschlossen werden. Vereinzelt unterstützen Systeme auch eine berührungslose Steuerung, die über Gestenerkennung realisiert wird.
Somit funktioniert eine VR-Brille gleichermaßen als Eingabe- und Ausgabegerät für einen PC.

Dieser muss jedoch eine besonders hohe Leistung aufweisen, da selbst minimale Verzögerungen das Erlebnis und den Tragekomfort wesentlich beeinflussen können und den Nutzen der Virtual-Reality-Brille komplett zerstören können.

Smartphone oder Virtual-Reality-Brille?

Das anfangs besonders sperrige Design und lästige Kabel, die zum Rechner führen, verschwinden nach und nach vom Markt. Das liegt nicht nur an der fortwährenden Verbesserung von VR-Brillen, sondern ebenso an einer besonders preiswerten Alternative.

Google entwickelte besondere Halterungen, die aus einem einfachen Smartphone eine voll funktionsfähige VR-Brille machen können. Diese wurden erstmals Mitte 2014 veröffentlicht und seitdem ständig verbessert. Mittlerweile enthalten diese Papphalter zwei bikonvexe Plastiklinsen. Dadurch kann das Google Cardboard, unterstützt von einer speziellen Software, aus leistungsstarken Smartphones eine VR-Brille machen.
Dieses Prinzip kann man sich mit der Cardboard Demo App verdeutlichen und es ausgiebig testen. Spiele, welche für das Cardboard erstellt wurden, stellen links und rechts ein sich geringfügig unterscheidendes Bild dar. Die in der Brille verbauten Linsen stellen anschließend sicher, dass jedes Auge nur eines dieser Bilder sieht. Hieraus entsteht die Illusion, einen dreidimensionalen Raum vor sich zu sehen.

Dabei sind vor allem die Sensoren, die in jedem Smartphone standardmäßig verbaut sind, sehr nützlich um Blickrichtung, Kopfhaltung und Bewegung auszuwerten. Grundsätzlich kann man damit jedes Android-Gerät in einem Cardboard verwenden, sofern es über ausreichend CPU und alle notwendigen Sensoren verfügt. Besonders wichtig ist hierbei das Gyroskop. So funktioniert das Cardboard ebenfalls mit dem Nexus 4, obwohl es ursprünglich für das Nexus 5 entwickelt wurde.

Google Cardboard und VR Brillen im Vergleich

Die Vorteile des Google Cardboards liegen eindeutig in den Anschaffungskosten. Richtige VR Brillen sind sehrteuer, da die erforderliche Technik in der Brille selbst verbaut ist. Das Google Cardboard hingegen stellt lediglich ein Upgrade für ein Smartphone dar.

Obwohl besonders günstige Virtual-Reality-Brillen durchaus preiswerter sein können als ein Google Cardboard inklusive leistungsstarkem und teurem Smartphone, stellt das Cardboard trotzdem eine günstige Alternative dar, sofern man bereits ein leistungsstarkes Smartphone besitzt.
Die Vorteile der VR-Brillen hingegen liegen in einer deutlich besseren Funktionalität. Durch eine bessere ersichtliche Abschottung von der Außenwelt wird der Eindruck verstärkt, sich wirklich in der virtuellen Welt zu befinden.

Hersteller von VR Brillen

Folgender Hersteller bieten hochwertige VR Brillen an:

  • Oculus VR
  • Sony
  • HTC / Valve
  • VRVANA
  • Starbreeze
  • FOVE
  • Gameface Labs

Eine VR Brille ist also eine besonders hilfreiche und eindrucksvolle technische Entwicklung, die nicht nur dabei hilft einzigartige Spielerlebnisse zu schaffen, sondern zudem auch Menschen in ihrem täglichem Leben unterstützt. Dabei werden sie und ihre Alternativen immer preiswerter und damit einer breiten Masse von Menschen zugänglich.

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Bildquellen

  • virtual-reality-brille: Pixabay

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